Solarstromförderung in der Sackgasse

Die Solarförderung steht mal wieder auf dem Prüfstand. Die Bundesregierung plant wesentliche Korrekturen. Das kann zum scheitern der Energiewende führen. Nach dem die Solarförderung sich als unerwartet erfolgreich herausgestellt hat, drängen die Kritikern nun auf eine schnelle Förderungskürzung. Investitionen in Photovoltaikanlagen haben sich aber gerade wegen der hohen Förderung äussert lukrativ herausgestellt. Der jüngste Bauboom hat die Kosten für das Fördersystem aus dem Ruder laufen lassen. Die gesamte Solarstromsubvention hat die Marke von 100 Mrd. Euro erreicht. Es mehren sich die Stimmen in der Politik wie man die Stromförderung auf eine vernünftige Grundlage stellen kann. Der verantwortliche Wirtschaftsminister Philipp Rössler, drängt auf eine moderate Förderungskürzung. Doch ob dieser Vorstoss Erfolg haben wird, bleibt angesichts der starken Solarstromlobby ungewiss. Das Kind ist bereits in den Boden gefallen. Insofern kann die Politik nur noch dafür sorgen, dass die Subventionslast nicht noch höher steigt.

Mittlerweile geht bei den Solarproduzenten die Angst um. Mehrere bekannte Unternehmen wie Solon und Solar Millennium sind bereits Konkurs. Andere grosse Hersteller wie Q-Cell, Conergy und SMA Solar kämpfen um die Existenz. Die oben genannten Firmen haben sich jahrelang auf die grosszügigen Subventionen verlassen, während chinesische Konkurrenten wie Suntechpower und Yingli mit Unterstützung des chinesischen Staates, Marktanteile gewinnen konnten. In der Vergangenheit haben deutsche Anbieter viel zu wenig Gelder in Forschung und Entwicklung investiert. Eine Kürzung der Subvention kommt einen Todesstoss der deutschen Branche gleich.