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Focus Online veröffentliche am 21.02.2013 einen Artikel zum zukünftigen Verhalten der US-Zentalbank. Das milliardenschwere Anleihen-Programm zur Unterstützung der amerikanischen Wirtschaft kommt zum Erliegen.

Seit Jahren stützt die US-Zentralbanik Fed die amerikansiche Wirtschaft milliardenschweren Geld-Injektionen. Nun zeichnet sich eine Wende ab – obwohl die Konjunktur nach wie vor schwächelt. An den Märkten sorgt die Meldung für Ärger.

Die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) könnte ihr milliardenschweres Anleiheprogramm drosseln oder sogar ganz stoppen, noch bevor es die erhoffte Wende am Arbeitsmarkt gebracht hat. Mehrere Fed-Mitglieder hätten die Einschätzung geäußert, das Programm könnte aus Kosten- oder Effizienzgründen zurückgefahren oder gar eingestellt werden müssen, bevor die Job-Zielmarke erreicht worden sei, hieß es am Mittwochabend (Ortszeit) in den jüngsten Sitzungsprotokollen der Fed. Die US-Aktienmärkte -0,77% weiteten ihre Verluste nach der Veröffentlichung der Protokolle vorübergehend aus.


Die Notenbank hatte bei ihrer Sitzung Ende Januar geldpolitisch alles beim Alten belassen. Die Fed tastete den seit Februar 2008 bei nahezu null Prozent liegenden Leitzins nicht an. Zugleich entschied sie wie erwartet, die massiven Aufkäufe von Staatsanleihen und Immobilienpapieren, die die Notenbank erst im Dezember auf eine monatliche Summe von 85 Milliarden Dollar erhöht hatte, fortzusetzen, bis die Arbeitslosenquote auf 6,5 Prozent gefallen ist.

Im Januar stieg die Quote allerdings von 7,8 auf 7,9 Prozent und liegt weiter deutlich über dem Schnitt der vergangenen 60 Jahre von sechs Prozent. Die US-Wirtschaft war Ende vorigen Jahres erstmals seit dem Krisenjahr 2009 geschrumpft. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) sank im vierten Quartal 2012 aufs Jahr hochgerechnet überraschend um 0,1 Prozent, was Sorgen über die Erholung der weltgrößten Volkswirtschaft genährt hatte.

Ärger bei den Finanzprofis

Analysten reagierten unterschiedlich auf die Mitteilung der US-Notenbank. Einige erklärten, im Protokoll stehe eigentlich nichts Neues. So sei schon länger bekannt, dass einige Fed-Mitglieder das Anleiheprogramm kritisch sähen. Andere Experten lasen in dem Protokoll dagegen einen geldpolitisch restriktiveren Ton.

„Sie diskutieren nun aktiv eine Ausstiegsstrategie“, erklärte Analyst Omer Esiner von Commonwealth Foreign Exchange.